Bischof Dr. Franz Jung

Unser »Hausherr« ist Bischof Dr. Franz Jung. Er wurde am 10. Juni 2018 durch den damaligen Erzbischof von Bamberg Dr. Ludwig Schick, im Kiliansdom zum Bischof geweiht. Der Bischof nimmt seine Sorge um das Priesterseminar nicht nur durch die Ernennung der Vorstände oder durch die Formulierung der Ausbildungsziele und -wege wahr. In regelmäßigem Kontakt mit den Vorständen informiert er sich über das Priesterseminar und die Seminaristen und hat bei verschiedenen Gelegenheit ihnen zu begegnen. Die Seminaristen haben Kontakt mit dem Bischof bei Pontifikalliturgien im Dom und vor allem bei den verschiedenen persönlichen Gesprächen im Laufe ihrer Ausbildung.
Das II. Vatikanische Konzil formuliert in seinem Beschluss »Optatam totius«, in dem es zur Ausbildung der Priester Stellung nimmt: »Der Bischof aber soll mit steter, liebevoller Sorge die am Seminar Tätigen ermuntern und auch den Alumnen selbst ein wahrer Vater in Christus sein.« (Nr. 5)

Regens Weihbischof Paul Reder

Paul Reder wurde 1971 in Würzburg geboren und stammt aus der Pfarrei Sankt Peter und Paul. Nach dem Abitur am Würzburger Riemenschneider-Gymnasium im Jahr 1990 studierte er bis 1996 an der Universität Würzburg Katholische Theologie und Philosophie mit den Nebenfächern Pädagogik und Psychologie. Anschließend arbeitete er als Dozent an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums, Christliche Archäologie und Patrologie, später am Lehrstuhl für Dogmatik. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann weihte ihn am 7. Juni 2014 im Würzburger Kiliansdom zum Priester. Seine Primiz feierte Reder in seiner Heimatpfarrei Sankt Peter und Paul in Würzburg.
Als Kaplan wirkte Reder in der Pfarreiengemeinschaft „Oberleichtersbach/Schondra“, ehe er im September 2014 Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft „Jesus – Quelle des Lebens, Bad Kissingen“ wurde. 2017 wurde er Pfarrvikar in den Pfarreiengemeinschaften „Franziska Streitel, Mellrichstadt“ und „Fladungen – Nordheim“, 2018 auch für die Pfarreiengemeinschaft „Besengau, Bastheim“. Außerdem war Reder von 2019 bis 2023 im Priesterrat einer der beiden gewählten Vertreter der Kapläne und Pfarrvikare in den ersten sechs Dienstjahren. Im Jahr 2019 wurde er zum Notfallseelsorger und 2022 als Präventionsbeauftragter ausgebildet. Seit 2023 gehört er erneut als Pfarrer dem Priesterrat an und ist Mitglied in der Berufsgruppenvertretung der Priester. Seit Mai 2023 arbeitet er außerdem im Team der Prozesskoordination bei begründetem Verdacht des sexuellen Missbrauchs in der Diözese Würzburg mit.
2020 wurde Reder von Bischof Jung zum Pfarrer für die Würzburger Pfarreiengemeinschaft „Heiligkreuz und Sankt Elisabeth“ und die Pfarrei „Sankt Burkard“ mit Kirchenverwaltungsvorsitz für die Katholische Kirchenstiftung Käppele ernannt, wo er bis Ende September 2021 tätig war. Anfang Oktober 2021 begann er eine zweimonatige Sabbatzeit und übernahm danach vertretungsweise pastorale Dienste in verschiedenen Gemeinden des Bistums. Zum 1. Juni 2022 ernannte ihn Bischof Jung zum Teampfarrer im Pastoralen Raum Schweinfurter Mainbogen mit Sitz in Heidenfeld, wo in der Sankt-Laurentius-Kirche die Gebeine des vor 50 Jahren seliggesprochenen Liborius Wagner ruhen. In dem Pastoralen Raum teilt sich Reder die Hirtensorge „in solidum“ mit den Teampfarrern Gregor Mühleck und Werner Kirchner. Am 25. März 2025 wurde Paul Reder zum Weihbischof von Würzburg durch Papst Franziskus ernannt. Die Weihe im Dom zur Würzburg fand am 9. Mai 2025 durch Bischof Dr. Franz Jung statt. Am 1.Oktober 2025 wurde Paul Reder zum Regens des Priesterseminars in Würzburg ernannt.

Kontakt: regens@priesterseminar-wuerzburg.de

Subregens Dr. Christian Lutz

Dr. Christian Lutz wurde 1975 in Würzburg geboren und stammt aus Gerbrunn. Nach dem Abitur am Würzburger Riemenschneider-Gymnasium trat er 1997 in das Würzburger Priesterseminar ein. Im Anschluss an das Theologie-Vordiplom im Jahr 1999 schickte Bischof Dr. Paul-Werner Scheele ihn nach Rom ans Germanicum und zum Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Sein Pastoralpraktikum absolvierte Lutz 2002 in Werneck. Am 20. September 2003 empfing er durch Weihbischof Helmut Bauer die Diakonenweihe in Würzburg. Im gleichen Jahr nahm er in Rom das Spezialstudium in Dogmatik an der Gregoriana auf. Der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke weihte Lutz am 10. Oktober 2004 in der römischen Kirche Sant’Ignazio zum Priester. Danach schrieb Lutz seine Lizentiatsarbeit, die sich mit der Wissenschaftstheorie des US-amerikanischen Theologen Avery Dulles beschäftigt. 2005 kehrte er in das Bistum Würzburg zurück und war bis 2007 Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Traustadt, Bischwind, Donnersdorf und Pusselsheim. Im September 2007 wechselte er wieder nach Rom, wo er am 20. November 2009 den Doktortitel der Theologie mit der Arbeit „Theologie in der Kirche. Eine Untersuchung der methodologischen Grundlagen der Theologie und des Verständnisses der Katholizität der Kirche bei Avery Kardinal Dulles und bei Leo Kardinal Scheffczyk“ erwarb. Von Dezember 2009 bis Februar 2010 nahm Lutz vorübergehend einen Seelsorgsauftrag in Fladungen wahr. 2010 wurde er Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft „Sankt Martin Miltenberg-Bürgstadt“. In seiner Freizeit habilitierte Lutz sich ab 2012 bei Jesuitenpater Professor Dr. Michael Sievernich an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main im Fach Pastoraltheologie. Seine 2018 erschienene Habilitationsschrift trägt den Titel „Firmung Jugendlicher im interdisziplinären Diskurs. Theologie – Ritual – Empirie“. 2014 wurde Lutz Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Theres. Seit 2022 ist er Teampfarrer im Pastoralen Raum Haßberge West, seit 2021 zudem Dekan des Dekanats Haßberge. Zum 1. Oktober 2025 wurde Dr. Christian Lutz zum Subregens des Priesterseminars in Würzburg, durch Bischof Dr. Franz Jung ernannt.

Kontakt: christian.lutz@bistum-wuerzburg.de oder regens@priesterseminar-wuerzburg.de

Spiritual Paul Weismantel

  • Jahrgang 1955
  • Studium an der phil.-theol. Hochschule St. Georgen der Jesuiten in Frankfurt a. Main
  • Priesterweihe 1981 in Würzburg
  • danach einige Jahre pastoraler Einsatz in der Gemeinde- und Jugendarbeit
  • von 1991 bis 2005 Leiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche
  • seit 2023 Ordensreferent des Bistums würzburg
  • Schwerpunkte meiner Arbeit sind: Geistliche Begleitung, Gestaltung von Exerzitien, Besinnungstagen und Vorträgen

Als Spiritual liegt mir die menschlich-geistliche Entwicklung der Seminaristen besonders am Herzen, damit sie später als Priester in ihrem Dienst als geistliche Menschen und menschliche Geistliche leben und wirken können.
Zur Berufung als Priester in die Nachfolge Jesu gehört die persönliche Reifung, das Wachsen einer persönlichen Christusbeziehung und die Entscheidung in ihr und aus ihr zu leben.
Priestersein besteht für mich nicht in der persönlichen Erbauung, sondern im verbindlichen Dasein für Gott und die Menschen.
Priester sind, wie es der Apostel Paulus im 1. Korintherbr