St. Michael

St_Michael_Dach.jpgSt_Michael_Fassade.jpgDie Seminarkirche St. Michael wurde als Nachfolgerin eines Vorgängerbaus für den Jesuitenorden von Joh. Philipp Geigel und Joh. Michael Fischer als Nachfolgebau der bestehenden kleineren Jesuitenkirche geplant und gebaut. Am 10.07.1765 legte Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim den Grundstein. Jedoch schon 8 Jahre später wurde der Jesuitenorden am 16.08.1773 von Papst Clemens XIV. aufgelöst – mitten in der Bauzeit.

Am 09.06.1789 wurde das Priesterseminar von Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal in das ehemalige Jesuitenkloster transferiert, und der Regens wurde in diesem Zuge Pfarrer der Pfarrei des Bischöflichen Klerikalseminars – mit der noch unvollendeten Kirche St. Michael als Pfarrkirche.St. Michael Chorraum1.jpg

Die weitere Fertigstellung der Kirche wurde im Gefolge der Säkularisation weiter verzögert, so dass sie erst am 03.05.1831 geweiht werden konnte.

Die Zerstörung der Stadt Würzburg am 16.03.1945 traf auch St. Michael. Die vom Staat requirierte und zum Lager für aus zu Lazaretten umfunktionierten Schulen hierher verbrachte Möbel zweckentfremdete Kirche brannte völlig aus.

Da der Baukörper und die Raumschale intakt waren, wurde die Kirche sehr schnell, abe auch sehr schlicht wieder aufgebaut und dann als Seminar- und bis 1968 als Ersatz-Bischofskirche genutzt. Viele Priesterweihen in der Zeit nach dem II. Weltkrieg und viele Firmgottesdienste machten die Kirche zu einem sehr bekannten Gotteshaus.

Im Zuge der Jubiläumsfeiern des Jahres 1989 wurde sie von Heinrich Gerhard Bücker in Alabastertucktechnik mit Motiven aus dem letzten Buch der Heiligen Schrift, der Geheimen Offenbarung, ausgestaltet.

St. Michael Blick nach hinten 2.jpgDie Bilder zeigen (von links nach rechts und von oben nach unten) die Ostfassade von St. Michael, eine ungewohnte Perspektive vom Turm der Kirche Richtung Osten, den Kirchenraum bei einer Maiandacht im Jahr 2003 und den Innenraum mit Blick nach Osten.